Beschwerden bei Krampfadern


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Buchtipp

Zunächst denkt man bei Krampfadern nur an die optischen Aspekte der dicken gewundenen Beinvenen.

Doch Krampfadern sind nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern sie können erhebliche Beschwerden verursachen.

In den ersten Jahren sind die Beschwerden vorwiegend lästig und schmerzhaft, bei fortgeschritteneren Krampfadern kann es jedoch zu äusserst quälenden Unterschenkelgeschwüren und zu lebensbedrohlichen Thrombosen kommen.

Mit Krampfadern ist also nicht zu spassen und sie sollten sorgfältig behandelt und aufmerksam im Auge behalten werden.

Schwere Beine

Durch den Blutstau in den Beinen werden die Beine und Füsse schwer und schmerzen.

Vor allem nach einem langen Tag auf den Beinen kann jeder weitere Schritt zur Qual werden.

Geschwollene Knöchel

Das gestaute Blut bleibt nicht in den Venen, sondern es neigt dazu als Gewebswasser in das umliegende Gewebe auszutreten.

Dadurch schwillt das Gewebe an, es kommt zu sogenannten Ödemen. Meist wird die Schwellung im Verlauf des Tages stärker, abends ist sie am stärksten.

Zuerst schwellen die Füsse an, meistens vor allem im Bereich der Knöchel.

Später steigt die Schwellung dann hoch bis auch die Unterschenkel angeschwollen sind.

Die geschwollenen Füsse passen nicht mehr in die Schuhe, weshalb es zusätzlich zu den anderen Beschwerden noch zu Druckschmerzen kommt.

Die durch die Schwellung gespannte Haut fühlt sich unangenehm an, sehr empfindlich und etwas schmerzhaft.

Wadenkrämpfe, vor allem nachts

Durch den ständigen Stau in den Blutgefässen werden die Beinmuskeln nicht mehr ausreichend versorgt.

Dadurch kommt es häufig zu Wadenkrämpfen.

Solche Wadenkrämpfe treten vor allem nachts auf und reissen einen aus dem Schlaf.

Dann hat man zusätzlich zu den schmerzenden Beinen noch Probleme wegen Unausgeschlafenheit.

Bei Wadenkrämpfen kommt immer auch Magnesiummangel in Frage. Häufig ist es sinnvoll, ein Magnesiumpräparat einzunehmen, um die Wadenkrämpfe loszuwerden.

Hautjucken

Die schlechte Durchblutung der Beine sorgt auch für eine schlechte Ernährung der Haut in diesem Bereich.

Die Haut wird nicht mehr ausreichend ernährt und Abfallstoffe werden nicht schnell genug abtransportiert.

Zusätzlich wird die Haut durch die Schwellung überansprucht.

Infolge dieser schlechten Bedingungen für die Haut fängt sie an zu jucken.

In diesem Fall ist eine sorgfältige Hautpflege ganz wichtig.

Die Haut sollte regelmässig mit einer durchblutungsfördernden Creme oder Gel eingerieben werden, die den Juckreiz lindert und für Feuchtigkeit sorgt.

Kratzen der juckenden Haut sollte man vermeiden, denn sonst kommt es zusätzlich noch zu Verletzungen, die sich entzünden können - teilweise mit fatalen Folgen (siehe Unterschenkelgeschwür).

Verfärbte Haut

Die schlechte Versorgungssituation der Bein- und Fusshaut bringt sie nicht nur zum Jucken, sondern verfärbt die Haut auch mittelfristig.

Die Haut wird rötlich-blau und häufig marmoriert.

Solcherart verfärbte Haut ist ein deutliches Zeichen dafür, dass es der Haut überhaupt nicht gut geht.

Sie sollte unbedingt mit einer geeigneten Creme gepflegt werden und die Durchblutungsstörungen sollten behandelt werden.

Komplikationen

Bei hartnäckigem, langfristigem Bestehen von Krampfadern kommt es im Laufe der Zeit zusätzlich zu den Beschwerden zu ernsthaften Komplikationen.

Bei all diesen Komplikationen sollte man mehr oder weniger eilig den Arzt aufsuchen oder kommen lassen. Die Eile hängt von der jeweiligen Schwere der Komplikation ab, beispielsweise ist beim Platzen einer Vene grosse Eile geboten und bei einer Lungenembolie durch Thrombose besteht sogar Lebensgefahr.

Platzen der Venen mit Blutung

Die durch Überfüllung prall gespannten Venen der Krampfadern haben nur noch dünne Wände. Sie neigem zum Platzen und dann bluten sie häufig ausgesprochen stark.

In solchen Fällen sollte man sofort einen Notarzt kommen lassen.

Venenentzündung - Thrombophlebitis

Die überdehnten Krampfader-Venen tendieren dazu, sich zu entzünden.

Das nennt man in der medizinischen Fachsprache Thrombophlebitis oder Varikophlebitis.

Solche Entzündungen sollten gründlich behandelt werden, denn sie können sehr schmerzhaft sein und wenn man die Behandlung verschleppt, können sich Unterschenkelgeschwüre daraus entwickeln.

Die Behandlung erfolgt unter anderem mit kühlenden Salben oder Gels.

Ekzeme

Aus der schlecht ernährten, juckenden Haut entwickeln sich häufig Ekzeme, bei denen der Juckreiz noch verstärkt auftritt.

Bei Ekzemen ist auch die Hautoberfläche geschädigt.

Zuerst ist die Haut gerötet, rauh und schuppig.

Später entstehen dann offene Stellen, die oft nässen und sich entzünden.

Solche offenen Stellen können sich zum gefürchteten Unterschenkelgeschwür entwickeln.

Unterschenkelgeschwür - offenes Bein

Unterschenkelgeschwüre sind eine schlimme Tortur für die Betroffenen.

Sie werden im Volksmund meistens "offene Beine" genannt, weil die Wunden dauerhaft offen bleiben.

Der Mediziner spricht von "Ulcus venosum", wenn er ausdrücken will, dass das Geschwür durch Venenschwäche entstanden ist oder von "Ulcus cruris", wenn er sagen will, dass das Geschwür im Bereich der Unterschenkel sitzt.

Unterschenkelgeschwüre fangen meistens relativ harmlos an.

Eine wunde Stelle, die wegen der Krampfadern schon länger gejuckt hat oder entzündet war, heilt nicht mehr ab, auch nach Monaten nicht.

Statt dass sich die Wunde wieder schliesst, wird sie nach und nach immer grösser und frisst sich regelrecht ins Bein.

Das tut natürlich sehr stark weh und man kann nur noch unter Schmerzen laufen, wenn überhaupt.

Selbst bei fachgerechter Behandlung heilen solche offenen Beine oft jahrelang nicht ab.

Besonders schlimm ist es, wenn ein Diabetes hinzukommt, denn dann ist es um die Heilung noch schlechter bestellt.

Unterschenkelgeschwüre gehören unbedingt in die sorgfältige Hand des Fachmanns.

Meistens ist eine Kombination verschiedener Behandlungsformen nötig.

Folgende Behandlungsmethoden haben relativ gute Erfolge bei Unterschenkelgeschwür:

  • Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO-Therapie)
  • Lymphdrainage
  • Bewegungstherapie
  • Verbände mit Allantoin, Harnstoff oder Wassergelen
  • Madentherapie
  • Blutegeltherapie
  • Unreife Papaya
Auch einige Heilpflanzen stehen im Ruf, gegen Unterschenkelgeschwüre helfen zu können. Bei einer so schweren Erkrankung wie offenen Beinen reicht es jedoch nicht, einfach ab und zu eine handelsübliche Salbe mit einem dieser Kräuter dünn aufzutragen.

Die Kräuter können nur eine nennenswerte Wirkung haben, wenn man häufig gewechselte Umschläge mit einem starken Tee dieser Kräuter macht, oder wenn man Salben mit einem hohen Kräuteranteil dick aufträgt und mit einer Kompresse abdeckt.

Thrombose

Thrombosen sind gefürchtete Komplikationen von Krampfadern.

Durch den Blutstau in den oberflächlichen Venen, die zu Krampfadern geworden sind, kommt es auch zum Stau in den innen liegenden Venen.

Dort kann es es dann zu Blutgerinseln kommen - eine Thrombose ist entstanden.

Die Symptome einer Thrombose reichen von völlig symptomfrei bis hin zu sehr schmerzhaft.

Bei schmerzhaften Thrombosen ist der Blutfluss in Richtung Herz gestört, dadurch kommt es zu einem Blutstau.

Die Beine werden schwer, dick, warm, rot und schmerzen.

Dass man in einem solchen Fall den Arzt aufsuchen oder kommen lassen sollte, versteht sich fast von selbst.

Besonders heimtückisch sind jedoch die symptomfreien Thrombosen, denn so ein Blutgerinnsel in den Beinvenen kann sich in einem unglücklichen Moment von der Gefässwand lösen und in Richtung Lunge wandern.

Dort in der Lunge verstopft das Blutgerinsel ein Blutgefäss, das klein genug ist, um durch das Blutgerinsel vollständig verstopft zu werden.

Dadurch wird ein Teil der Lunge nicht mehr mit Sauerstoff versorgt; es besteht akute Lebensgefahr.

Solch eine Verstopfung eines Lungengefäss durch ein Blutgerinsel nennt man "Embolie".

In solch einem Fall muss sofort ein Notarzt gerufen werden.

  
Disclaimer
Der Besuch dieser Seite kann nicht den Arzt ersetzen.
Suchen Sie bei unklaren oder heftigen Beschwerden unbedingt einen Arzt auf!
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